Beziehungen im Wandel
Fachtagung für Berater_innen in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim

10:00 Uhr Einführung
Leben in Fülle als Ziel - Zur Zukunft der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim
Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bistum Hildesheim

10:50 – 11.30 Uhr Vortrag
Beziehungen im Wandel - Veränderung von Werten und Moral
Einflüsse virtueller Lebenserfahrungen und medialer Wirklichkeitsaneignungen auf das Entstehen sicherer Bindungsbeziehungen und Mentalisierungsprozesse

11:30 – 12.30 Uhr Diskussion und Reflexion des Vortrags mit den Teilnehmenden

Referent: Kurt Brylla; Kinder und Jugendlichen-Psychotherapeut, Dipl. Religionspädagoge, ehem. Leiter der Ausbildungsambulanz am Winnicott Institut, Dozent, Supervisor

13.45 – 16:00 Uhr Workshops

Workshop I Partner_innengewalt und Paarberatung
Beziehungen gehen durch Phasen und wandeln sich. Alles andere wäre nicht lebendig und nicht wachstumsorientiert. Außer der Partnerschaft ändern sich zudem langfristig auch äußere Partnerschaftsansprüche (z.B. Werte, Erwartungen) und -bedingungen (z.B. bei Arbeitsaufnahme oder –verlust, Geburt oder Auszug eines Kindes, Migration). Wandelzeiten sind auch Krisenzeiten. Traditionen und Routinen greifen womöglich nicht mehr wie gewohnt. Nicht nur das kann zu Irritation führen, die zuweilen als Frust erlebt und je Persönlichkeit, erlernte Muster und Situation auch als Gewalt gegenüber der/dem Partner_in ausagiert wird. Im Workshop werden unterschiedliche Formen und Grade von Paargewalt und die Begegnung mit ihnen in der Paarberatung thematisiert.

Referentin: Prof. Dr. Yvette Völschow, Univ. Prof.’in für Sozial- und Erziehungswissenschaften, Fach Soziale Arbeit, Universität Vechta, Schwerpunkte: Beratungswissenschaften und Kriminologie

Workshop II Arbeit im Wandel! …und die Menschen?
Psychische Erkrankungen sind im Vormarsch. Krankenkassen berichten regelmäßig über den kontinuierlich steigenden Anteil psychischer Erkrankungen unter den allgemeinen Fehlzeiten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass Depressionen und affektive Störungen in naher Zukunft die zweithäufigste Volkskrankheit sein werden. Wie lässt sich das erklären? Veröffentlichungen weisen diesbezüglich der Arbeitswelt eine hohe Bedeutung zu. Die Rede ist von der „erschöpfenden Arbeit“ oder auch dem „erschöpften Selbst“. Aber wie kann das gehen, wo doch moderne Arbeit mit dem Versprechen zunehmender zeitlicher und räumlicher Flexibilität, individueller Sinnerfüllung und der Verheißung persönlicher Entwicklung antritt?
Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten Jahren radikal verändert. Im Rahmen des Workshops soll das Konglomerat an Veränderungen in der Arbeitswelt und ihre Wechselwirkung mit dem modernen Selbst unter der Fragestellung ihrer Belastung und Bewältigung reflektiert und diskutiert werden.

Referentin: Dr. Christiane Perschke-Hartmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover, Dipl. Sozialwiss., systemische Beraterin, Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmagement

Workshop III Veränderung von Beziehungen durch soziale Medien
Die Erkenntnisse über Bedingungen einer gesunden seelischen Entwicklung von Heranwachsenden haben sich deutlich erweitert – ohne immer in unserer Gesellschaft ausreichend Berücksichtigung zu finden.
Frühe Beziehungs- und Bindungserfahrungen sind maßgeblich bedingt durch die psychische Verfügbarkeit, Spiegelung und Aufmerksamkeit von Seiten der Bezugspersonen. Sie sind prägend für die Mentalisierungsfähigkeit und bilden das psychische Fundament der Persönlichkeits- und Selbstentwicklung. Zunehmende mediale Lebenserfahrungen, mangelnde Beziehungszeiten und Empathie von Seiten der Erwachsenenwelt nehmen Einfluss auf die frühen elementaren Entwicklungsprozesse.
Anhand praktischer Erfahrungen der Teilnehmer_innen soll der Frage nachgegangen werden, wie pathologischen Beziehungseinflüssen in den Handlungsfeldern entgegengewirkt werden kann.

Referent: Kurt Brylla; Kinder und Jugendlichen-Psychotherapeut, Dipl. Religionspädagoge, ehem. Leiter der Ausbildungsambulanz am Winnicott Institut, Dozent, Supervisor

16:15 – 17:00 Uhr Abschlusspodium mit allen Referent_innen

Termin

18.11.2020, 10:00 bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Tagungshaus St. Clemens
Platz an der Basilika 3
30169 Hannover

ReferentIn

Dr. Christian Hennecke
Leiter der Hauptabteilung Pastoral, Bischöfliches Generalvikariat Hildesheim
Kurt Brylla
Kurt Brylla, Studium der Religionspädagogik, Ausbildung zum Kinder und Jugendlichen-Psychotherapeuten, Ausbildung in Klientenzentrierter Gesprächsführung, Zertifikat als Ausbilder bei der GWG;
Dr. Christiane Perschke-Hartmann
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover, Dipl. Sozialwiss., systemische Beraterin, Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmagement
Prof. Dr. Yvette Völschow
Univ. Prof.’in für Sozial- und Erziehungswissenschaften, Fach Soziale Arbeit, Universität Vechta, Schwerpunkte: Beratungswissenschaften und Kriminologie

Kosten

bitte in der Geschäftsstelle erfragen

Veranstalter

Katholische Erwachsenenbildung Hannover
Clemensstr. 1
30169 Hannover
Telefon: 0511 16405-40
E-Mail: hannover@keb-net.de

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