Der Begriff „heilig“ im Laufe der Kirchengeschichte einigen Veränderungen unterworfen worden, jedenfalls im Glaubensverständnis des Volkes. Zunächst wurden in den ersten Jahrhunderten nur die Märtyrer als Heilige verehrt, indem man zu ihren Gräbern kam und oft dort auch Kirchen bzw. Altäre errichtete. Eine zentrale römische „Heiligsprechung“ gab es nicht; Heilige wurden „von unten“, also durch das Glaubensbewusstsein des Volkes, als Heilige verehrt. Durch die seit 1000 Jahren praktizierte offizielle Heiligsprechung haben sich natürlich zeitbedingte Kriterien von Heiligkeit entwickelt, die nicht immer ausschließlich an den Worten der Heiligen Schrift, besonders an den acht Selig(=Heilig)preisungen Jesu orientiert sind.
Viele Menschen wurden aufgrund ihrer tiefen christlichen Lebenspraxis heiliggesprochen, in manchen Fällen ist aber der Eindruck nicht ganz von der Hand zu weisen, dass auch politische und kirchenpolitische Überlegungen eine Rolle spielen konnten. Heilige sollen Vorbilder für die Lebenden sein; insofern ändert sich durch die Heiligsprechung für den Heiligen selbst nichts, sondern für die Kirche, die hier ein neues Leitbild von christlichem Leben am konkreten Beispiel eines Menschen demonstriert.

Termin

28.10.2019, 19:30 bis 22:00 Uhr

Veranstaltungsort

Hotel Bürgermeisterkapelle
Rathausstr. 8
31134 Hildesheim

ReferentIn

Dr. Michael Brandt

Kosten

keine

Veranstalter

Fabi-Hildesheim
Domhof 2
31134 Hildesheim
KEB Hildesheim Stadt
Domhof 2
31134 Hildesheim
KKV Ortsverein Hildesheim
KKV Ortsverein Hildesheim
An den Vier Linden 9
31139 Hildesheim
05121 42308

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