Optimale individuelle Entwicklungsförderung kann gelingen, wenn Kinder in ihrem Tun begleitet und unterstützt werden, wenn sie ausreichend Möglichkeiten für selbstbestimmtes Handeln haben und sie in einer anregenden Umgebung agieren können. Mater Margarete Schörl entwickelte ihre Pädagogik bereits in den 50-er Jahren. Dennoch sind die Inhalte heute aktueller denn je.
Schörls Pädagogik geht vom Kind aus. Das Kind mit seiner Persönlichkeit und seinen Kompetenzen steht im Mittelpunkt aller Überlegungen. Wie geht es ihm? und Was braucht es? sind dabei handlungsleitende Fragen. Diese Fragen ermöglichen immer wieder aufs Neue eine kritische Auseinandersetzung mit dem pädagogischen Alltag in Kindertagesstätten..
Schörl hat ihre Pädagogik nie als ein „Rezept“ gesehen, sondern als einen ganzheitlichen Ansatz, als Konzept, das lebendig ist und stetig weiterentwickelt wird – durchaus auch mit kritischem Blick auf bestehende gesellschaftliche Lebenssituationen von Kindern und Familien. Darüber hinaus war Schörl davon überzeugt, dass nur auf der Grundlage von christlichen und humanistischen Grundwerten eine Professionelle Erziehung verantwortet werden
kann.

Entwicklungsschritte von Kindern bis 10 Jahren verstehen und kompetent begleiten
Pädagogische Fachkräfte beobachten und begleiten täglich wichtige Entwicklungsphasen von Kindern.
Ziel ist es:
- Entwicklungspsychologisches Wissen aufzufrischen, bzw. neue Erkenntnisse zu vermitteln
- Reflexion der täglichen Verhaltensbeobachtungen
- Entwicklung von handlungsrelevanten Konzepten im Umgang mit Kindern und ihren Eltern
Inhalte:
- Erkenntnisse moderner Entwicklungstheorien
-Bedeutung der ersten Jahre
-Frühkindliche Bindungsmuster und ihre Bedeutung für die Praxis
-Altersspezifische Bedürfnisse und Entwicklungsthemen
-Beobachtungsinstrumente
-Rolle der pädagogischen Fachkraft-


Spielen – elementare Form der Bildung
Spielen ist für Kinder die wichtigste Tätigkeit in der frühen Kindheit, zwischen Spielen und Lernen ist in diesem Lebensalter kein Unterschied.
Ziel ist es:
- Die Bedeutung des Spielens für die Entwicklung von Kindern zu klären und
- Den Zusammenhang zwischen Spielen und dem Erwerb von lernmethodischen Kompetenzen aufzuzeigen.
Inhalte
? Klärung des Spielbegriffs
? Unterschied zwischen Spielen und Spiele machen
? Bedeutung des Spielens für das Lernen der Kinder
? Spielen zwischen Peers und Kindergruppen
? Klärung der Rolle von pädagogischen Fachkräften bei der Unterstützung des Spielens von Kindern
? Spielen im Außenbereich


Erziehungspartnerschaft und Zusammenarbeit mit Eltern
Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern zum Wohle der
Kinder, ist ein wichtiger Baustein pädagogischen Handelns in Kindertagesstätten. An diesen zwei
Tagen wird es u.a. darum gehen Antworten auf die Fragen zu finden:
? Was beschäftigt Eltern heute?
? Was erwarten Eltern von der Kindertagesstätte und von der Erzieherin?
? Welche Erwartungen haben die pädagogischen Fachkräfte an die Eltern?
? Welche Möglichkeiten gibt es in der Zusammenarbeit, wenn diese auch mal schwierig ist?
? Wie gelingt eine konstruktive Zusammenarbeit mit Eltern auf Augenhöhe zu bekommen?

Die Pädagogik der Mater Margarete Schörl – Transfer in die Praxis
- Geschichte der Pädagogik der Mater Margarete Schörl
- Bild vom Kind
- Was ist Erziehung?
- Nachgehende Führung
- Bildungsarbeit über den Umgang des Kindes mit Material, Bildungsarbeit über die Sprache
- Die Erzieherin als Vorbild
- Unterweisung
- Raumteilverfahren
- Tagesablauf
- Ein neues Kindergartenjahr beginnt
- Vorbereitung der Erzieherin
- Hospitation und Auswertung
- In der Liebe bleiben- geistige und geistliche Grundlagen der Mater Margarete Schörl Pädagogik

Abschluss:
Die Teilnehmenden können nach erfolgreichem Abschluss mit Kolloquium ein Zertifikat der Kath. Erwachsenenbildung im Lande Niedersachsen e.V. erwerben.

Termin

13 Termine
vom 26.02.2020 bis 13.11.2020

09:00 bis 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Tagungshaus St. Clemens
Platz an der Basilika 3
30169 Hannover

ReferentIn

Heike Riebe
Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, PEKiP-Ausbildung u. Supervisorin, Marte Meo Praktiker
Simone Welzien
Dipl. oec.troph., zertifizierte EEC Beraterin, Systemische Beraterin, Autorin
Melanie Cizek-Skriboleit
Leiterein Familienzentrum St. Maximilian Kolbe, Caritasv. Hannover
Maren Fricke
Koordinatorin Familienzentrum St. Margarete
Dirk Kroll
Diakon
Petra Moske
Erzieherin, Dipl. Sozialpädagogin, Lehrkraft sozialpädagogische Assistenz und Erzieher _in Diakonie-Kolleg Hannover

Kosten

650,00 €

Veranstalter

Katholische Erwachsenenbildung Hannover
Clemensstr. 1
30169 Hannover
Telefon: 0511 16405-40
E-Mail: hannover@keb-net.de

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