In den letzten Jahren haben sich deutliche Veränderungen in den Familienphasen und der Familienstruktur ergeben, die mit der verlängerten Identitätsentwicklung und einer längeren ökonomischen Abhängigkeit der jungen Erwachsenen eine längere Beelterung notwendig machen. Auch für die Eltern hat sich eine größere Brüchigkeit, aber auch Flexibilität in den Rollen und Funktionen ergeben, so dass sich Berater im Spannungsfeld zwischen den Kindern ( „nie erwachsen“) und den Eltern ( „forever young“) bewegen müssen. Diese Veränderungen sind gewissermaßen „normal“; hinzukommen ungewöhnlich lange Abhängigkeiten ( „Hotel Mama“) der Kinder, die durch Separationsangst der Eltern, zuviel Unterstützung und eine unangemessen hohe psychologische Kontrolle der Eltern mitbedingt sein können.
In der Beratungsarbeit ist es wichtig, bei jungen Erwachsenen altersangemessene Exploration im Bereich von Beruf und Partnerschaft von eher problematischen Entwicklungen ohne Lerngewinn zu unterscheiden, wo Angst vor der Autonomie und ruminative Exploration Fortschritte in der Identitätsbildung blockieren. Besondere Probleme ergeben sich für junge Erwachsene und ihre Familien in prekären Verhältnissen und für solche mit Migrationshintergrund.

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmenden eigene Fälle einbringen, an denen gemeinsam gearbeitet werden kann.

Termin

07.09.2017, 10:00 bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Tagungshaus St. Clemens
Plaz an der Basilika 3
30169 Hannover

ReferentIn

Prof. Dr. Inge Seiffke-Krenke
Psychologisches Institut, Johannes Gutenberg-Universität

Kosten

75,00 €

Veranstalter

Katholische Erwachsenenbildung Hannover
Clemensstr. 1
30169 Hannover
Telefon: 0511 16405-40
E-Mail: hannover@keb-net.de

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