Seit August 2017 trafen sich 13 geflüchtete Frauen mit ihren Kindern im Alter von neun Monaten bis sechs Jahren zweimal wöchentlich vormittags für zwei Stunden im Familienzentrum Maluki unter Leitung von Svetlana Hama Karim.

Die Gruppentreffen bieten vielfältige Gesprächsanlässe, in denen die Frauen Ihre Sprachkenntnisse erweitern und in Kontakt mit anderen Frauen kommen.

Themen waren bspw. „unsere Familiengeschichte“, „Das christliche Fest Weihnachten“, Besuch beim Frauenarzt: Rückbildung, Geburtsvorbereitung, was ist eine Hebamme, Babynahrung: Umstieg vom Stillen zur Nahrung, beim Zahnarzt und Zahnpflege, beim Kinderarzt (Impfung) sowie das Anmeldeverfahren für einen Kindergartenplatz.

Zudem wird in jedem Gruppentreffen eine Aktivität angeboten, wo Kinder und Mütter sich gemeinsam beschäftigen. So wurde bspw. Knete selber hergestellt oder in der Stadtbibliothek die Mitmachaktion „Rittergeschichten“ besucht.

Ziel in den Treffen war es ebenfalls, verschiedene Institutionen der Stadt Hildesheim kennenzulernen. So gehörte der Besuch der Stadtteilmütter, des Familienbüros sowie der Beratungsstelle der Caritas ebenso dazu, wie der Besuch des interkulturellen Frauenfrühstücks,. Jeweils einmal im Monat wird interkulturell gebacken oder gekocht. Besonders die Gemeinschaft stiftenden Aktionen haben dazu beigetragen, dass sich die Familien auch über die Treffen hinaus aktiv in der Stadt bewegt und Angebote außerhalb des Familienzentrums wahrnehmen. Viele der Mütter besuchen darüber hinaus einen Sprachkurs Deutsch.

Entstanden ist das Projekt auf Initiative des Integrationsbüros der Stadt Hildesheim. Die Familienbildungsstätte der KEB, das Familienzentrum Maluki, die Johanniter Unfall Hilfe e.V., die Stadt Hildesheim Fachbereich Familie, Bildung und Sport und der Deutsche Kinderschutzbund waren an der Konzeption und Umsetzung beteiligt. Ziel war es, neben den bestehenden Angeboten geflüchtete Familien auf Ihrem Weg zu Integration zu begleiten. Ziele des Projektes sind die Festigung, Begleitung und Erlernen der deutschen Sprache, Förderung und Begleitung der Kinder, die Mütter in ihrer Rolle stärken und sie dabei für den Blick auf ihr Kind zu sensibilisieren, Anregung zur Beschäftigung in der Familie geben und Begegnung mit anderen Familien schaffen, den gegenseitigen Austausch fördern sowie den Sozialraum kennen lernen und sich darin bewegen. Eine Weiterführung seitens der Teilnehmerinnen sowie der Kooperationspartner wird ausdrücklich begrüßt.

Gefördert wurde das Projekt durch die Johannishofstiftung, Integrationsbüro der Stadt sowie das Familienzentrum Maluki. Herzlichen Dank dafür.


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