27 Teilnehmende nahmen vom 9. bis 16. Oktober 2016 unter der Leitung von Karl-Heinz Meilwes an einer Studienreise in die baltischen Staaten teil. Ziele waren die litauische Hauptstadt Vilnius, die kurische Nehrung mit dem Thomas-Mann-Haus in Nidden, die alte Hansestadt Riga in Lettland mit seiner beeindruckenden Jugendstilarchitektur sowie Estland mit dem historischen und modernen Tallin. Neben diesen Eindrücken im Spannungsfeld von Kultur und Natur war ein Schwerpunkt der der Reise der Besuch des ehemaligen Ghettos in Riga.

Gedenkstein für die Ermordeten aus Hannover

Der Gedenkstein mit der Inschrift:
Ach Erde, bedecke mein Blut nicht, und mein Schreien finde keine Ruhestatt. Hiob 16;18

Vor 75 Jahren, Ende November bis Anfang Dezember 1941, war es das Ziel von Deportationszügen mit Juden und Sinti aus dem ehemaligen Deutschen Reich. Mit dem sogenannten Bielefeld-Transport wurden am 13. Dezember 1941 Juden und Sinti aus Osnabrück, Ostwestfalen und Hannover in das Ghetto von Riga gebracht und dort ermordet. Von den ca. 25.000 Juden und Sinti, die mit 25 Zügen aus dem Deutschen Reich nach Riga verschleppt worden sind, haben 1073 überlebt. Im Wald von Bikernieki wurde 2001 von Jugendlichen vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge für die Ermordeten eine Gedenkstätte errichtet. Dort wurde von den Teilnehmenden der Studienreise im Rahmen eines kleinen Gedenkens ein Kranz niedergelegt.

Gedenken und Kranzniederlegung

Eine gleichfalls beeindruckende wie erschütternde Dokumentation über das Ghetto von Riga ist der Film:

„Wir haben doch überlebt“ – Das Ghetto von Riga, Ein Film von Jürgen Hobrecht
produktion Polis Film, Phoenix Medienakademie e. V. , Berlin 2013


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