„Was bilden die Katholiken sich ein?“ , haben möglicherweise einige Menschen im protestantischen Hannover gedacht, als vor 50 Jahren, im November 1966, zur Gründungsfeier des Katholischen Bildungswerks im Großraum Hannover in den großen Festsaal des Alten Rathauses eingeladen wurde.

Prof. Dr. Hans Maier, Politikwissenschaftler an der Universität München und späterer bayerischer Kultusminister, sprach in seinem Festvortrag über den „Weg des deutschen Katholizismus im 19. Jahrhundert und die Gegenwart.“ – In seinem programmatischen Vortrag lud er die Katholiken – zumal in der Diaspora – ein, sich in den gesellschaftlichen Diskurs und das Bildungsgeschehen aktiv einzumischen. Diesem Auftrag kommt die „Katholische Erwachsenenbildung Region Hannover“(KEB Hannover) – wie das Bildungswerk inzwischen heißt, bis heute nach.

Standen zu Beginn seiner Arbeit eher der klassische Vortrag sowohl in den Kirchengemeinden als auch zentral in der Landeshauptstadt im Vordergrund, hat sich das Profil der Arbeit im Laufe der letzten 50 Jahre kontinuierlich gewandelt und den sich verändernden kirchlichen und gesellschaftlichen Strukturen angepasst. Unter dem Leitwort „Begegnung, Bildung, Perspektiven“ engagiert sich die KEB Hannover als Bildungsträger nicht nur – wie in seinen Anfängen - für und in Kirchengemeinden, sie bietet vielmehr, vielfach in Kooperation mit anderen Bildungspartnern, ein vielfältiges Programm von der Unterstützung von Selbsthilfegruppen, pädagogische Fortbildungen für unterschiedliche Zielgruppen oder Angebote zur beruflichen Bildung an. Damit beantwortet sich auch die Frage – die auch das Leitwort der Jubiläumsfeier ist: „Was bilden Katholiken – sich – ein?“

KEB 50 Feier, Graphic Recording, Anne Panter


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